06. 07. 2022

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Wäre Ivica Petrusic als Andreas Glarner der bessere Schweizer?

Junge Eingebürgerte haben die Idee lanciert, die SP-Ständerätin Anita Fetz trägt sie nun ins Parlament: Ausländische Namen sollen helvetisiert werden.

"Was, wenn Petrusic Glarner heissen würde?" Diesen Slogan lancierte die Aargauer Sektion von Secondos Plus, ein überparteilicher Verein von Migrantinnen und Migranten, im Hinblick auf die Aargauer Grossratswahlen vom letzten März - und hat damit einen Sturm ausgelöst. «Die Frage, die wir stellten, lautet im Grund: Hätten Eingebürgerte in der Politik bessere Chancen, wenn sie ihren Namen dem kulturellen Kontext des Landes anpassen könnten, das nun, genau wie ihr Herkunftsland, ebenfalls Teil ihrer Identität ist?", erklärt Ivica Petrusic, Präsident von Secondos Plus Aargau und SP-Einwohnerrat in Aarau. "Wären sie – bei all ihrem Engagement – bessere Schweizer, wenn sie Glarner heissen würden wie der SVP-Kandidat?"

Die Frage lässt nicht kalt: Petrusic hat sowohl von Schweizern wie auch von Migranten heftige zustimmende und ablehnende Rückmeldungen erhalten. Er freut sich darüber und begrüsst, dass die Namensanpassung nun auf nationaler Ebene zum Thema wird: "Ich würde die Integrationsfrage nie auf den Namen allein herunterbrechen, aber es ist klar: In einer globalisierten Welt ist das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen eine der grössten politischen Herausforderungen. Deshalb tut eine differenzierte Debatte hier not."

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